Anstehende Veranstaltungen
Lesung - Meine Familie, die AfD und ich - Leonie Plaar
ab 13.03.26 - Ewerk Kellerbühne
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Leonie Plaar wurde 1992 in Osnabrück geboren und studierte Englisch, Geschichte und American Studies, ergänzt durch ein Zertifikat in Geschlechterforschung. Unter dem Namen Frau Löwenherz klärt sie online zu historischen Themen, Queerness und Feminismus auf, ihre authentische und mutige Stimme hat ihr eine große Reichweite eingebracht. Leonie arbeitet aber nicht nur aktivistisch, sondern ist auch freie Journalistin und berät Redaktionen sowie Unternehmen und Museen. Sie wohnt in Düsseldorf.
Leonie ist queer, politische Aktivistin, Historikerin – und Tochter eines AfD-Mitglieds. Tatsächlich wählen fast alle ihrer nahen Verwandten die Alternative für Deutschland. Bis sie die
Reißleine zog und den Kontakt abbrach, hat sie deren Radikalisierungsprozess also hautnah miterlebt. Über Jahre hinweg hat sie zugehört, analysiert, mitdiskutiert. Vor allem aber musste sie erleben, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater Teil einer Bewegung wird, die sich gegen alle Werte richtet, die Leonie verkörpert.
TINA* Sportprogramm
TINA Pole Dance
ab 16.01 jeden Freitag
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Ein niedrigschwelliger Kurs für trans, inter, nichtbinäre und agender Personen.
Vermittelt werden grundlegende Techniken der Kunstform Pole Dance. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Der Fokus liegt auf Spaß an Bewegung, Körperbewusstsein und einem sicheren, wertschätzenden Rahmen.
Pole Heroes Erlangen
Ab 16.01.: jeden Freitag 17:00 - 18:15 Uhr
8 aufbauende Termine.
Kosten: 60€
Vergünstigter Preis: 40€
TINA Selbstverteidigungskurs
Schnuppertraining: 10.01.26
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TINA* Selbstverteidigungskurs ab Januar!
Der Selbstverteidigungskurs richtet sich an trans, inter, nichtbinäre und agender Personen, die in einem sicheren Rahmen grundlegende Techniken zur Selbstbehauptung und Verteidigung erlernen möchten.
Im Anschluss an das Training wird nach
Folgeterminen geschaut.
Selbstverteidigung Schupperkurs (Kostenlos):
10.01.26 14:30-16:00 Uhr
Wo: learn2Fight, Äußere Brucker Straße 51, 91052
Erlangen
Gruppengröße: 20
Verbindliche Anmeldung zum Schnuppertraining an:
Vergangene Veranstaltungen
Jugendworkshops im November
DRAG WORKSHOP - by Blu Tung
Unser Drag-Workshop war ein intensiver und kreativer Raum, in dem die Teilnehmenden die Möglichkeit hatten, ihren eigenen Drag-Character weiterzuentwickeln. Gemeinsam haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie Drag-Personas entstehen, welche Ausdrucksformen dazugehören und wie eine individuelle Aesthetic gestaltet werden kann.
Im zweiten Teil des Workshops lag der Schwerpunkt auf Drag Make-up. Die Teilnehmenden konnten verschiedene Techniken kennenlernen und ausprobieren – von Contouring über Lidschatten und Eyeliner bis hin zu Detailarbeit mit Wimpern und Farben. Viele haben zum ersten Mal mit bestimmten Produkten oder Methoden gearbeitet und konnten dabei wichtige Grundlagen und neue Fähigkeiten mitnehmen.
Besonders wertvoll war der gemeinsame Prozess: ein geschützter Raum, in dem Austausch, Ausprobieren und Selbstentfaltung möglich waren.
Ein herzliches Dankeschön geht an den Stadtjugendring Erlangen, der uns die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und so die Durchführung des Workshops ermöglicht hat.
Wir sind dankbar für die Offenheit, das Engagement und die Kreativität aller Teilnehmenden und freuen uns auf weitere Angebote dieser Art.
Queerjoy - goes Theater - Workshop mit JJ Herdegen
Kunst und Kultur waren schon immer ein wichtiger Teil von Queer Joy – der Erfahrung von Bestärkung, Sichtbarkeit und Verbundenheit sowohl im Individuellen als auch in der Community. In unserem Theaterworkshop konnten wir genau diesen Raum öffnen und gemeinsam kreativ gestalten.
Theater bot uns dabei einen vielseitigen Zugang: Rollen, Figuren, Worte, Farben, Bewegungen und Ausdrucksformen durften frei erprobt werden. Der Workshop lud dazu ein, sich mit positiver Bestärkung, Euphorie und der Freude am Queer-Sein auseinanderzusetzen und diese Gefühle künstlerisch sichtbar zu machen.
Gemeinsam haben wir Texte geschrieben, Bewegungen entwickelt und ausprobiert, wie sich all das auf einer Bühne oder in einer performativen Situation entfalten kann. Dadurch entstand ein vielfältiges und lebendiges Bild von Queer Joy, das wir kollektiv auf die Bühne gebracht haben.
Besonders schön war, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammenkamen – Schauspielerfahrung war nicht nötig, sondern lediglich die Offenheit und Lust, sich kreativ mit dem Thema zu beschäftigen.
Der Workshop hat gezeigt, wie empowernd und verbindend es sein kann, queere Identität durch Kunst auszudrücken und miteinander zu teilen.
Impulstreffen queersensible Jugendarbeit im Landkreis - Kooperation mit KJR - 26.11.2025
Im Rahmen eines Impulstreffens zur queersensiblen Jugendarbeit im Landkreis Erlangen kamen kürzlich Interessierte sowie Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit zusammen. Eingeladen waren ausdrücklich alle, unabhängig von vorhandenem Vorwissen, um einen möglichst offenen und niedrigschwelligen Austausch zu ermöglichen.
Zu Beginn des Treffens gab es einen inhaltlichen Impuls, der zentrale Aspekte queersensibler Jugendarbeit aufgriff und als gemeinsame Grundlage für den weiteren Austausch diente. Darauf aufbauend wurden im Gespräch Erfahrungen geteilt, Fragen diskutiert und gemeinsam Bedarfe herausgearbeitet.
Als zentrales Ergebnis wurde der Wunsch nach einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Einrichtungen deutlich, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung und Umsetzung queersensibler Projekte. Zudem wurde die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs hervorgehoben. Entsprechend wurde vereinbart, die Austauschtreffen im Queeren Zentrum fortzuführen und damit einen regelmäßigen Raum für Vernetzung, Reflexion und Weiterentwicklung zu schaffen
Cookie Night mit dem Dyke* March Nürnberg - 03.12.25
Beim gemeinsamen Keksebacken wurde Dyke*Culture, Feminismus und die süße Kunst des Widerstands gefeiert. In gemütlicher Atmosphäre kamen queere, lesbische, questioning Menschen und Allies zusammen, um gemeinsam zu backen, sich auszutauschen und über Sichtbarkeit, Solidarität und Selbstliebe ins Gespräch zu kommen – natürlich mit reichlich Zuckerguss.
Auf dem Backplan standen auch in diesem Jahr kreative Highlights: Vulven- und Boobie-Kekse wurden liebevoll verziert, bestäubt und bewundert. Für zusätzliche Gemütlichkeit sorgte alkoholfreier Punsch. Ein besonderer Spaß waren die Ugly-Sweater-Kekse, die mit feministischen Messages, Glitzer und viel Empowerment gestaltet wurden.
Klitokino - französisches feministisches Filmfestival - 03-11.07.2025
Anlässlich einer Kooperation zwischen dem Deutsch-Französischen Institut (dFi) und dem Queeren Zentrum Erlangen fand im Juli 2025 erstmals ein französisches Filmfestival zum Thema Feminismus in Erlangen statt.
Gezeigt wurden insgesamt fünf Filme, darunter zwei Kurzfilme, die durch ihre vielfältigen und eindrucksvollen Perspektiven auf Gewalt, gesellschaftliche Ungleichheiten, den Kampf für Frauenrechte sowie auf Themen wie Liebe und Mutterschaft überzeugten.
Dank der Plattform IF-Cinéma des Institut Français konnte diese sorgfältig kuratierte Auswahl am 3., 4., 10. und 11. Juli 2025 in den Räumlichkeiten des dFi präsentiert werden. Alle Filme wurden in französischer Sprache mit englischen Untertiteln gezeigt.
Im Anschluss an jede Vorführung bot ein gemeinsamer Austausch bei einem kleinen Buffet und Erfrischungen Raum für Gespräche, Reflexion und Begegnung.
IDAHOBITA Straßenfest - 17.05.2025
Unser Straßenfest zum IDAHOBITA am 17. Mai war ein voller Erfolg und ein lebendiges Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz in Erlangen! Bei strahlendem Sonnenschein haben sich die verschiedenen Gruppen des Queeren Zentrums präsentiert und gezeigt, wie vielfältig queeres Leben in unserer Stadt ist.
Unter anderem waren die Bi+ Gruppe , die TINDA Gruppe , der Queere Buchclub , die Kreativ Gruppe und die Queere Jugendgruppe Queerlangen dabei. Besucher*innen hatten die Möglichkeit, sich direkt mit den Gruppen auszutauschen und mehr über ihre Angebote zu erfahren.
Besonders das Kreativangebot wurde begeistert genutzt: bunte Armbänder und Ketten, Buttons und empowernde Botschaften auf einer großen Leinwand haben den Tag bunt gemacht. Außerdem konnte am Quizrad mit Fragen zum queeren Leben das eigene Wissen getestet und Neues dazugewonnen werden und an unserem Mehrfamilienhaus konnten wir zusammen die Vielfalt von Familien sichtbar machen.
Das IDAHOBITA Straßenfest war ein wunderbarer Tag voller Begegnungen, Informationen und Lebensfreude. Nebenbei konnten wir einen ganzen Tag voll empowerndem community feeling genießen.
Wir danken allen, die dabei waren und dieses Fest zu einem so besonderen Ereignis gemacht haben!
IDAHOBITA steht für den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie . Er findet jedes Jahr am 17. Mai statt, um weltweit auf die Diskriminierung und Gewalt hinzuweisen, die Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität erfahren. Der Tag erinnert an den 17. Mai 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnosesystem für Krankheiten strich. Das zweite „A“ in IDAHOBITA steht übrigens für „Asexualität“ oder „Agender“ und soll die Vielfalt innerhalb der LGBTIQ+ Community noch stärker abbilden.
Moderierter Dialogabend mit der Polizei - 06.08.2025
Am 06.08. fand im Queeren Zentrum Erlangen ein moderierter Gesprächsabend mit Vertreter*innen der Polizei statt. Ziel war es, einen Raum für offenen, kritischen und respektvollen Austausch über das oft spannungsreiche Verhältnis zwischen queerer Community und Polizei zu schaffen.
Das Verhältnis ist für viele Menschen in der Community geprägt von schwierigen und belastenden Erfahrungen, von Misstrauen und Unsicherheiten. Gleichzeitig gibt es Situationen – etwa bei Großveranstaltungen wie dem CSD oder in persönlichen Notlagen –, in denen ein Dialog notwendig sein kann. Vor diesem Hintergrund war es uns als Queeres Zentrum wichtig, ein Format zu schaffen, das verschiedene Perspektiven sichtbar macht, ohne etwas schönzureden oder zu verharmlosen.
Der Abend begann mit einem moderierten Austausch zwischen Vertreter*innen des Queeren Zentrums und der Polizei zu vorbereiteten Themen. Dabei wurden sowohl kritische Rückblicke auf vergangene Erfahrungen als auch aktuelle Fragen der Zusammenarbeit diskutiert. Anschließend war Raum für Fragen, Statements und Perspektiven aus dem Publikum. Die Moderation übernahm Monika als neutrale Person, die durch den Abend führte und besonders darauf achtete, dass die Perspektiven der Community nicht übergangen werden.
Ab ca. 19:30 Uhr öffneten wir den Raum für einen community-internen Ausklang – ohne die Vertreter*innen der Polizei –, um Erlebtes nachzubesprechen und gemeinsam zu verarbeiten. Auch hier war spürbar, wie wichtig solche Räume sind, in denen Unsicherheiten, Emotionen und Kritik Platz haben dürfen.
Uns war bewusst: Dieser Abend konnte und sollte kein Safe Space sein. Aber wir haben uns bemüht, einen achtsamen Rahmen zu schaffen, in dem möglichst viele Stimmen gehört werden konnten. Danke an alle, die sich eingebracht haben – mit Fragen, Kritik, Erfahrungen und Offenheit.
Ein besonderer Dank geht an alle, die geholfen haben, diesen Abend möglich zu machen – in der Vorbereitung, in der Moderation und in der gemeinsamen Reflexion.
Wir nehmen viele Impulse mit – und wissen, dass Dialog kein einmaliges Ereignis ist, sondern ein fortlaufender Prozess.
Euer Team vom
Queeren Zentrum Erlangen.