Demo: 19. September 2026

13 Uhr - Schloßplatz

Unser Motto:

laut.stark.queer

Mit unserem Motto „laut.stark.queer.“ setzen wir beim CSD ein klares Zeichen:


für Sichtbarkeit, für Solidarität und für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung.

Queere Menschen waren lange gezwungen, leise zu sein. Heute sind wir laut, weil unsere Stimmen zählen.

Am 19. September gehen wir gemeinsam auf die Straße – für gleiche Rechte, für Selbstbestimmung und für eine Zukunft, in der alle Menschen frei leben können.

Statement des Vereins #MakeYourTownQueer e.V. zum gestrigen CSD Erlangen am 19.9.2026:

Für einen CSD, der für Sichtbarkeit, Vielfalt und Menschenrechte steht

Der CSD Erlangen steht für queere Sichtbarkeit, für die Rechte queerer Menschen und für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei und sicher leben können. Unser oberstes Ziel ist eine friedliche Demonstration, bei der Menschen gemeinsam für diese Werte auf die Straße gehen.

Deshalb sagen wir unmissverständlich: Antisemitismus hat auf unserem CSD keinen Platz.Antisemitische Äußerungen, Anfeindungen oder Übergriffe widersprechen unseren Grundsätzen und dem Anspruch, den wir als organisierender Verein an unseren CSD haben.

Wir dulden keine Provokationen oder respektloses Verhalten, weder gegenüber Teilnehmenden noch Zuschauenden. Das gilt unabhängig davon, aus welcher politischen Richtung oder welchem Zusammenhang sie kommen. Wir verurteilen daher Vorfälle dieser Art aufs Schärfste.

Gleichzeitig ist uns wichtig, dass die Ereignisse rund um wenige Teilnehmende nicht die Wahrnehmung des gesamten CSD bestimmen. Rund 4.000 Menschen waren gestern gemeinsam auf der Straße. Bis auf wenige Vorfälle verlief die Demonstration friedlich und im Zeichen des Einsatzes für queere Rechte. Auch unser Bühnenprogramm am Schlossplatz war sehr gut besucht und geprägt von starken Redebeiträgen, Kunst, Kultur und Begegnungen.

Insgesamt war es ein schöner und erfolgreicher CSD. Uns haben erneut viele Menschen angesprochen und uns ihre Dankbarkeit mitgeteilt. Menschen haben uns erzählt, wie wichtig der CSD für ihre eigene Sichtbarkeit, ihre Akzeptanz und ihren Weg zu einem selbstbestimmten Leben ist. Diese Geschichten und diese Menschen sind es, für die wir den CSD organisieren.

Wir möchten deshalb dazu ermutigen, auch diese Seite des CSD sichtbar zu machen: Teilt die Bilder, Begegnungen, Redebeiträge, Musik, Kunst und all die positiven Momente des gestrigen Tages. Denn genau diese Botschaft darf nicht von wenigen Vorfällen überlagert werden.

Dass es zu diskriminierenden / diffamierenden Vorfällen gekommen ist, nehmen wir sehr ernst. Wir werden uns die notwendige Zeit nehmen, die Geschehnisse und die Rahmenbedingungen des CSD genau zu analysieren und daraus die notwendigen Konsequenzen für zukünftige Veranstaltungen abzuleiten.

Der CSD steht für Vielfalt, Menschenrechte, Solidarität und ein friedliches Miteinander. Dafür werden wir auch weiterhin gemeinsam auf die Straße gehen.

20. September 2026

#MakeYourTownQueer e.V.

Demo

Start 13 Uhr - Schloßplatz

Hinweise zur CSD-Demo:

Ordner*innen:

  • Ordner*innen sind an einer weißen Armbinde zu erkennen

  • die Anweisungen der Ordner*innen sind zu beachten, damit die Demo sicher für alle ist

  • melde dich, wenn du Zwischenfälle siehst

Awarness:

  • ⁠Unser Awareness-Team - erkennt ihr an den lila Westen

  • ⁠Am Awarenesspunkt - der Stand von #MakeYourTownQueer e. V. neben der Bühne

  • Über das Awarenesstelefon erreichbar unter 0157 73544640

was wir gerne sehen:

  • Regen- & Sonnenschutz

  • ⁠genug Trinken in Plastikflaschen

  • den eignen Müll wieder mitnehmen

  • respektiert Anweisungen vom CSD-Team & von Sicherheitskräften

  • Privatpersonen können sich jederzeit anschließen

  • findet neue Freund*innen

  • bringt euere eignen Demoschilder mit

was nicht geht:

  • keine Drogen / Alkohol auf der Demo

  • keine Glasflaschen, Waffen oder Pyrotechnik

  • ⁠keine Gewalt, Diskriminierung oder Belästigung

  • keine sexuellen Handlungen

  • keine Nacktheit

  • keine Nationalflaggen (Stellungnahme zum Artikel der Erlanger Nachrichten vom 16.9. weiter unten)

Unsere Forderungen:

Grundgesetz für alle

Es ist höchste Zeit, dass Artikel 3 des Grundgesetzes explizit erweitert wird, um unsere Community umfassend und unmissverständlich vor Diskriminierung zu schützen

Schützt queere Räume

Unsere Beratungsstellen, Zentren und Hilfsangebote sind Lebensadern unserer Gemeinschaft. Sie sind unverzichtbar und müssen als gesellschaftliche Pflichtaufgabe dauerhaft finanziert und gesichert werden.

Gegen Hasskriminalität und Hatespeech

Wir erwarten endlich wirksame Maßnahmen, um Hass und Hetze konsequent zu bekämpfen. Queerfeindlichkeit darf keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. 

Anmeldungen

Ordner*innen

Hier kannst du dich als Ordner*in für den CSD Erlangen anmelden. Als Ordner*in kannst du ganz normal an der Demo teilnehmen, unterstützt dabei aber noch die Demo-Organisation:

Stellungnahme zum Artikel der Erlanger Nachrichten vom Mittwoch den 16.9:

Wir distanzieren uns von der Darstellung im Artikel „CSD vor einer heiklen Frage“ der am 16. September in der Printversion der Erlanger Nachrichten erschien. Der Eindruck, es gehe bei unserer Entscheidung insbesondere um die Teilnahme der Jüdischen Kultusgemeinde oder um das Zeigen israelischer Flaggen, ist falsch.

Tatsächlich haben wir alle Fußgruppen bereits in den vergangenen Jahren und auch in diesem Jahr darum gebeten, auf Nationalflaggen zu verzichten. Diese Regelung gilt unabhängig von Herkunft, Religion oder Nationalität einer Gruppe. Es gab keinen besonderen Appell an die Kultusgemeinde, sondern einen Hinweis an alle Gruppen. Unser Ziel ist es, dass sich alle Menschen und Gruppen auf dem CSD wohl und sicher fühlen können.

Die Abwägung dieser Frage ist uns nicht leichtgefallen. Wir haben uns jedoch, wie bereits in den vergangenen Jahren, bewusst dafür entschieden, den CSD auf seine zentralen Themen zu konzentrieren: Queere Rechte, Sichtbarkeit, Sicherheit und Solidarität. Entsprechend haben wir den Hinweis bewusst dezent auf unserer Homepage sowie in der Information an alle Fußgruppen kommuniziert.

Umso bedauerlicher finden wir, dass daraus nun der Eindruck eines Konflikts mit der Jüdischen Kultusgemeinde entsteht und dieses Thema zur zentralen Frage des CSD gemacht wird. Genau das wollten wir mit unserer allgemeinen Regelung vermeiden. Der Artikel zitiert unsere Begründung aber arbeitet durch die reißerische Überschrift direkt gegen unseren Wunsch, dass queere Rechte im Mittelpunkt stehen.

Wir gehen weiterhin davon aus, dass der CSD am Samstag friedlich, vielfältig und solidarisch stattfinden wird und freuen uns darauf, gemeinsam mit allen Teilnehmenden für die Rechte und Sicherheit queerer Menschen auf die Straße zu gehen.

Unterstützung

Unterstütze des CSD Erlangen und das Queere Zentrum finanziell, damit wir unsere Arbeit für Sichtbarkeit, Vielfalt und Liebe fortsetzen können.

Wir danken unseren Unterstützer*innen

Impressionen aus dem letzten Jahr