Verein: Make Your Town Queer
Manu

Manu

trans

Pronomen: er / ihm

Trans Pride Flag

Die Flagge wurde 1999 von Monica Hemls kreiert. Die blauen Sttreifen stehen für Männlichkeit, die pinken für Weiblichkeit. Das weiß repräsentiert nicht-binäre, intergeschlechtliche und transitionierende Personen.

Nonbinary Pride Flag

Sie wurde 2014 von Kye Rowan entworfen. Der gelbe Streifen steht von Menschen, deren Geschlecht außerhalb der zweigeschlechtlichen -männlich / weiblich - Norm liegt. Gelb wirkt hier geschlechtsneutral. Weiß steht für Menschen mit mehreren oder allen Geschlechtern. Lila repräsentiert die Menschen, deren Geschlecht eine Mischung aus männlich und weiblich ist. Schwarz steht für Menschen die kein Geschlecht haben. 

Trans*


Als Transgender wird eine Person bezeichnet, die sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifiziert und sich "im flaschen Körper" fühlt. Der Begriff setzt sich zusammen aus dem lateinischen 'trans' (= jenseits von) und 'gender' (= soziales Geschlecht), er wurde von der trans-Aktivistin Virgina Prince in den 70er Jahren geprägt.


               

                       „We ain’t broken – so stop trying to fix us!“ - Prince.


Nicht alle Transgender-Personen wollen auch ihr biologisches Geschlecht ändern lassen. 

Diese geschlechtsangleichende Operation und Sterilisation waren bis 2011 in Deutschland vorgeschrieben,

um das gewünschte Geschlecht offiziell ändern zu lassen. Dies ist heute verfassungswidrig. 


Transsexuelle sind eine Untergruppe der Transgender. Auch sie fühlen sich im falschen Körper.

Sie wollen ihr biologisches Geschlecht zum anderen binären Geschlecht (männlich oder weiblich) durch eine

Hormontherapie und Operationen ändern lassen. Oft lehnen Transgender dies ab. 

Viele Transgender sehen sich nicht als transsexuell, weshalb Transsexuell kein Überbregiff ist. 


Ob sich eine Person als TransMann oder als TransFrau identifiziert, ist abhängig von der 

persönlichen Geschlechtsidentifikation. Ein biologischer Mann der sich als Frau identifiziert ist 

eine Transfrau, oder auch 'Mann-zu-Frau' oder im englischen 'male-to-female'. Und umgekehrt.

Hier ist es egal, ob die Person eine geschlechtsangleichende Operation gemacht hat oder nicht. 


Transvestiten, zusammengesetzt aus 'trans' (= jenseits von) und 'vestire' (=kleiden), tragen aus den verschiedensten Gründen Kleidung des anderen Geschlechts. Hier spielt die sexuelle Orientierung keine oder eine untergeordnete Rolle. Transvestiten möchten meist nicht dauerhaft im anderen Geschlecht leben. Während Travestie-Künstler meist in verschiedene Rollen performen, spielen Drag-Queens  und Drag-Kings meist eine feste Rolle. (Quelle: www.noizz.de)


 

Transsexuellengesetz


Das deutsche Transsexuellengesetz (TSG) wurde 1980 ohne Gegenstimmen beschlossen und ist seitdem in Kraft. 


Voraussetzung für eine Vornamensänderung sind u.a. zwei Gutachten, die von zwei unabhängigen Gutachtern vor dem Amtgericht vorgelegt werden müssen. Dies ist nicht nur mit Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, sondern auch mit mit langen Wartezeiten verbunden. So muss man sich u.a. für eine gewisse Zeit in psychotherapeutische Betreuung begeben. 

Interview

Könntest du dich kurz vorstellen? Wie identifizierst du dich?


Ich bin Manu, 23, ich studiere Kunst auf Lehramt mit Ethik. Ich komme aus einem kleinen Dorf in Oberbayern, wohne jetzt aber wegen meinem Studium in Nürnberg. Ich identifiziere mich als nicht binär und trans. Normalerweise denkt die Menschheit ja in männlich und weiblich und ich ordne mich außerhalb dieser strikten Kategorien ein. Auf jeden Fall nicht männlich und nicht weiblich. Es gibt einige nicht-binäre Personen, die sich nicht als Trans identifizieren, ich aber schon. Da ich mich nicht mit meinem zur Geburt zugewiesenen Geschlecht konform fühle. Nicht binäre Personen sind ja nicht eingeschlossen in der jetzigen Gesetzgebung, in der nur Trans zu finden ist. Da ist noch kein Platz für eine nicht binäre Identifikation.

Was wünscht du dir von der Gesellschaft der Zukunft?


Ich wünsche mir konkret, dass das Transsexuellengesetz reformiert wird mit einem Gesetz, welches Menschen selbstbestimmter leben lässt. Ohne durch unangenehme Gutachten zu diskriminieren oder oder ... Namensänderungen, Personenstandsänderungen etc. müssen vereinfacht werden. Nicht-binäre Identitäten müssen anerkannt werden. Medizinische Transitions müssen einfacher ermöglicht werden. Queeren Jugendlichen muss außerdem besser geholfen werden und ihnen mehr Unterstützung zukommen. In t*time (einer Gruppe der Jugendinitiative bei Fliederlich e.V. für trans*, inter* und nicht-binäre Jugendliche) erfahre ich immer mal wieder von Eltern von Trans-Kindern, die es nicht anerkennen wollen. Manche Kinder gelangen überhaupt nicht an Hilfe.

Was rätst du anderen trans-Personen?


Sich Menschen suchen, die einen verstehen und mit denen man ehrlich sein kann. Das muss nicht unbedingt die eigene Familie sein. Es wird besser werden, man kann da auch wieder raus kommen. Man sucht sich dann in der Community seine eigene Familie. Es gibt Angebote, sich mit Menschen zusammenzufinden, die das Gleiche durchmachen.

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